Verantwortungsvolles Spielen
Glücksspiel sollte in erster Linie der Unterhaltung dienen – nicht als Möglichkeit, Geld zu verdienen oder finanzielle Probleme zu lösen. Verluste gehören zum Spiel dazu und können nicht durch weitere Einsätze „zurückgeholt“ werden. Spielen Sie nur mit Beträgen, deren Verlust Sie sich leisten können, und setzen Sie sich klare zeitliche und finanzielle Grenzen.
Altersüberprüfung
Die Teilnahme an Glücksspielen ist in der Schweiz erst ab 18 Jahren erlaubt (in einigen Kantonen und für bestimmte Spielformen kann das Mindestalter höher liegen, z. B. 21 Jahre für Casinospiele). Wir unterstützen strikte Alterskontrollen und raten dazu, Minderjährigen den Zugang zu Glücksspielangeboten konsequent zu verwehren. Spielen Sie niemals, wenn Sie minderjährig sind oder wenn Sie unter dem gesetzlichen Mindestalter Ihres Wohnkantons liegen.
Warnsignale für problematisches Spielverhalten
Achten Sie auf folgende Anzeichen – bei sich selbst oder bei nahestehenden Personen:
- Sie versuchen, Verluste durch weiteres Spielen „wettzumachen“ (sogenanntes „Chasing“).
- Sie verheimlichen Ihr Spielverhalten oder lügen über Einsätze und Verluste.
- Sie vernachlässigen berufliche, familiäre oder soziale Verpflichtungen wegen des Spielens.
- Sie leihen sich Geld oder verkaufen Gegenstände, um spielen zu können.
- Sie spielen, um Stress, Ärger oder andere negative Gefühle zu bewältigen.
- Sie sind unruhig oder gereizt, wenn Sie versuchen, weniger zu spielen oder aufzuhören.
- Sie haben wiederholt erfolglos versucht, Ihr Spielverhalten zu kontrollieren oder einzuschränken.
- Sie spielen mit immer höheren Einsätzen, um die gewünschte Spannung zu erreichen.
Selbsthilfe-Tools
Viele seriöse Anbieter in der Schweiz stellen Instrumente zur Verfügung, mit denen Sie Ihr Spielverhalten aktiv steuern können:
- Einzahlungslimits: Legen Sie einen maximalen Betrag fest, den Sie pro Tag, Woche oder Monat einzahlen können.
- Verlustlimits: Begrenzen Sie, wie viel Sie innerhalb eines bestimmten Zeitraums maximal verlieren dürfen.
- Realitätschecks: Erhalten Sie automatische Erinnerungen, die Sie über Ihre bisherige Spieldauer und Einsätze informieren.
- Selbstsperre / Selbstausschluss: Sperren Sie sich selbst für einen bestimmten Zeitraum oder dauerhaft bei Schweizer Casinos und Online-Plattformen (z. B. über die zentrale Sperrdatei der ESBK).
- Pausenfunktionen: Nutzen Sie kurzfristige Auszeiten vom Spiel („Cool-off“-Perioden).
Unterstützungsorganisationen
Schweiz
- SOS Spielsucht – Kostenlose und anonyme Helpline rund um die Uhr: 0800 040 080 · www.sos-spielsucht.ch
- Sucht Schweiz / Addiction Switzerland – Fachstelle für Suchtfragen inkl. Glücksspiel: www.suchtschweiz.ch
Internationale Angebote (Auswahl)
- Vereinigtes Königreich: GamCare – www.gamcare.org.uk · GamStop (Selbstausschluss) – www.gamstop.co.uk
- Australien: Gambling Help Online – www.gamblinghelponline.org.au
- Kanada: Responsible Gambling Council – www.responsiblegambling.org
- USA: National Council on Problem Gambling – www.ncpgambling.org
- Deutschland: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) – www.bzga.de (Infos unter „Glücksspielsucht“)
Hilfe suchen
Wenn Sie bei sich selbst oder einer Ihnen nahestehenden Person Anzeichen von problematischem Spielverhalten erkennen, zögern Sie nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die oben genannten Organisationen bieten kostenlose, vertrauliche Beratung – telefonisch, online oder vor Ort. Sie sind nicht allein, und der erste Schritt zur Veränderung ist ein Gespräch.